Unsere Verkehrswege sind in die Jahre gekommen. In Saarbrücken sind sowohl die Wilhelm-Heinrich-Brücke als auch die Gersweiler Brücke derart marode, dass dringender Sanierungsbedarf besteht. Für Autofahrer ein Albtraum, denn diese sind viel benutzte Verbindungen zwischen den Stadtteilen und mit Auf- und Abfahrten an die Stadtautobahn A620 angeschlossen. Nicht nur Saarbrücker, sondern Berufspendler aus dem ganzen Land überqueren sie täglich. Für die Planer eine echte Herausforderung in Sachen Bauzeit und Umleitungen. Würden beide Brücken zur gleichen Zeit gesperrt, käme es wohl zum Verkehrskollaps auf der Malstatter Brücke. Um diesen zu vermeiden, steht die grundlegende Sanierung der Gersweiler Brücke erst 2020 auf dem Programm. Bis dahin werden nur die dringendsten Reparaturen ausgeführt. Mit der Wilhelm-Heinrich-Brücke wird es im März losgehen und wenn das Wetter mitspielt, soll im November pünktlich zum Weihnachtsgeschäft alles fertig sein. Dabei soll die Sperrung der Brücke hauptsächlich in den Sommerferien erfolgen. Trotzdem werden viele Berufstätige auch in diesen Wochen auf die Umleitungsstrecken angewiesen sein. Da heißt es Nerven behalten. Ob es hinterher für die Autofahrer besser wird, bezweifle ich stark, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Reduzierung um eine Fahrspur tatsächlich ohne Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Brücke bleibt.