Das Almet in St. Arnual ist für viele Saarbrücker ein Ort der Entspannung und der Erholung. Jogger, Radfahrer und Spaziergänger tanken hier neue Kraft und Energie, indem sie die Bewegung in der freien Natur genießen oder einfach die Seele baumeln lassen.

Nun sollen 14 Hektar der grünen Oase, das Käsbösch, einem Industriegebiet weichen. Gemessen am jährlichen Gewerbeflächenbedarf in Saarbrücken würde das gerade mal für zwei Jahre ausreichen. Dafür wird ein wichtiges Naherholungsgebiet geopfert. Warum wendet man sich nicht direkt größeren Flächen zu und arbeitet interkommunal zusammen? Auf die Dauer gesehen wird gar nichts anderes übrigbleiben, als über die Stadtgrenzen hinauszugehen, damit Saarbrücken auch noch in Zukunft über weitläufige Grünflächen verfügt.

Natürlich muss sich unsere Stadt weiterentwickeln, dabei sollte aber immer die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund stehen. Das reine Schielen auf höhere Gewerbesteuereinnahmen ist eine zu eindimensionale Betrachtungsweise. Mehr Gewerbe bedeutet immer auch mehr Verkehr mit mehr Lärm und Emissionen. Das Almet hat große Bedeutung für das Stadtklima. Seine stadtnahe Natur ist ein Ort der Erholung und der Begegnung, ein Stück Saarbrücker Lebensqualität, mit dem wir verantwortungsvoll umgehen müssen, nicht zuletzt, um auch noch künftigen Generationen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.