Momentan ist oft die Rede von zehntausenden Flüchtlingen, von deren Verbleib die Behörden keine Kenntnis haben. Für die Behörden sind diese Menschen einfach weg. Ob diese Menschen weitergereist oder untergetaucht sind, wissen wir nicht. Wir sind nicht einmal in der Lage bundeslandübergreifend abzugleichen, ob ein und derselbe Asylsuchende in mehreren Bundesländern registriert ist und ob der doppelt und dreifach Leistungen bezieht. In Deutschland ist es einfacher, Geldleistungen für Asylsuchende zu erschleichen oder unterzutauchen, als eine Anwohnerparkkarte zu bekommen. Der Fall Amri beweist es. Die moderne Technik würde es möglich machen, die Daten abzugleichen. Man tut es nicht.
Täglich liest man von Sexual- und Gewaltdelikten. In Burbach gab es einen Mord an einem Helfer. Ich könnte diese Liste beliebig verlängern. All das führt zu einer zunehmenden Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung. Kann der Staat seine Bürger noch ausreichend schützen? Wer diese Fragen stellt, wird ganz schnell in die rechte Ecke gestellt, Hauptsache die Diskussion endet, es könnte ja diskriminiert werden.
Das Gefühl von Angst und im Stich gelassen sein bleibt. Der Staat hat hier momentan einen großen Nachholbedarf. Deutsche Gründlichkeit würde helfen. Datenabgleich, Überprüfen der Herkunft und konsequentes Abschieben würde zumindest den Eindruck erwecken, der Staat habe alles im Griff.