Zwischen Klarenthal und der französischen Grenze sowie zwischen Burbach, Altenkessel und Riegelsberg sind zwei Windparks geplant. Sicher lässt sich grundsätzlich darüber streiten, ob die Investition in Windkraft im windarmen Saarland überhaupt Sinn macht, denn tatsächlich sind Windkraftanlagen nur aufgrund von beträchtlichen Subventionen wirtschaftlich betreibbar. Am Ende zahlt der Bürger gleich doppelt, nämlich als Steuerzahler und Stromverbraucher.

Ebenso bedenklich ist ein zu geringer Mindestabstand zur nächsten Siedlung, denn die Rotoren produzieren nicht nur klimafreundlichen Strom, sondern sie verbreiten auch Schallwellen, darunter den sogenannten Infraschall, dessen Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen wissenschaftlich umstritten ist. Je größer der Abstand, desto geringer sind auch die Auswirkungen von Schall, Schattenschlag, Nachtbelichtung oder dem ständigen Wummern der Rotoren für den Menschen.

In Bayern bspw. soll der Abstand eines Windrades zur nächsten Siedlung mindestens das 10fache seiner Bauhöhe betragen. Für die Saarbrücker Windräder würde die Anwendung dieser „10H-Regelung“ einen Mindestabstand von gut 2 Kilometern bedeuten. Ein Wert, der bei den geplanten Anlagen weit unterschritten wird und dringend diskutiert werden muss. Gerade in einem dichtbesiedelten Gebiet wie Saarbrücken dürfen im Gesundheitsschutz keine Abstriche gemacht werden.