In der vergangenen Stadtratssitzung stand auch der Bebauungsplan zum östlichen Teilbereich des Franzenbrunnens auf der Agenda. Ein Projekt, das von den übrigen Ratsfraktionen einhellig unterstützt wird. Die LKR-Fraktion aber lehnt den Bau weiterer Häuser am Franzenbrunnen konsequent ab. Das Gebiet rund um den Franzenbrunnen war einmal ein Naherholungsgebiet. 1581 Protestunterschriften hatte die Bürgerinitiative Franzenbrunnen gesammelt, um sich gegen die Bebauung zwischen Tiroler Viertel und Hohe Wacht zur Wehr zu setzen, doch die Bedenken der alteingesessenen Bewohner konnten die Bebauung nicht verhindern. Hier wird gerade ein überdimensionales Wohngebiet aus dem Boden gestampft: Eine Mischung aus Ein-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Gerade die letzteren überragen das gesamte Terrain und lassen die kleinen Siedlungshäuser aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch winziger erscheinen. Überhaupt ist die Bebauung sehr dicht und wenn sie erst einmal völlig abgeschlossen sein wird, werden nur noch ein paar kümmerliche Reste der ehemals üppigen Grünflächen am Franzenbrunnen übriggeblieben sein. Dabei setzt jede Bebauung von Grünflächen die Versiegelung von Grund und Boden mit all ihren negativen Folgen auf Klima, Wasser und Vegetation fort. Die negativen Auswirkungen auf die Verkehrssituation im Stadtteil sind schon heute deutlich spürbar.