In der letzten Sitzung des Saarbrücker Stadtrates wurde nun schon zum wiederholten Male die Diskussion und die Entscheidung über die Erhöhung der Elternbeiträge in städtische Krippen und Kitas durch Absetzung von der Tagesordnung umgangen. Man sollte meinen, die Sommerpause wäre ausreichend lang gewesen, um einen neuen Versuch zu starten. Aber diese, gerade auch für die Planungssicherheit der Eltern, wichtige Entscheidung kommt einfach nicht voran.

Es müsste doch mit viel gutem Willen gemeinsam zu schaffen sein, die Regelung aus dem Jahr 1991, die eine Beteiligung der Eltern an den Personalkosten in Höhe von 25 % vorsieht, zugunsten einer bezahlbaren Alternative aufzuheben und zu einem gerechteren Vorschlag zu modifizieren.

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen 25 Jahren weiterentwickelt. Frühkindliche Bildung ist mittlerweile zu einem fundamentalen Bestandteil unseres Bildungssystems geworden, gerade auch weil sie es Eltern ermöglicht, Familienleben und Berufstätigkeit zu vereinbaren. Eltern müssen Krippen- und Kitaplätze bezahlen können, damit sich die Aufnahme einer Beschäftigung überhaupt finanziell rechnet. Außerdem haben sie Klarheit über die künftige Gestaltung der zu zahlenden Kitabeiträge verdient. Aufschieben und aussitzen bringt uns an dieser Stelle nicht weiter. Die 25 Jahre alte Regelung gehört endlich aufgehoben und die Eltern entlastet.