Datensicherheit ist ein hochsensibler Bereich und darf keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn Daten nicht ausreichend geschützt sind, können sie in falsche Hände gelangen – und dies mit nicht absehbaren Folgen. Seit dem 25. Mai gilt nun die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die eigentlich Internet-Giganten wie Google oder Facebook bändigen soll. Mit der DSGVO hat die EU mal wieder ein Bürokratie-Monstrum geschaffen, das sich aus teilweise vagen Formulierungen, unklaren Begriffen, detaillierter Regulierungswut sowie einem riesigen Berg von Erlaubnissen, Genehmigungen und Protokollierungspflichten nährt. Tatsächlich vergeht momentan kaum ein Tag, an dem im Postfach nicht eine E-Mail mit der Bitte um Zustimmung zur Datenverarbeitung auftaucht, aber auch beim Sport wurde mir schon ein entsprechendes Exemplar ausgehändigt. Hand aufs Herz: Wer liest schon genau die elendig langen Datenschutzvereinbarungen? Oder wer lehnt die Datenschutzvereinbarungen von Google & Co. ab? Bei kleineren Unternehmen oder Websitebetreibern klickt man hingegen viel schneller auf „Nein“ und nutzt die neue Verordnung zum Ausmisten der Newsletter. So trifft die DSGVO gerade die kleinen Firmen, Handwerksbetriebe und Vereine, die für die Umsetzung zum Teil noch teure professionelle Unterstützung brauchen. Denn bereits bei geringfügigen Verstößen drohen hohe Geldstrafen.