Was lange währt…

… wird doch nicht gut. So ähnlich dachte ich, als nach gut 2 Jahren, die Wilhelm-Heinrich-Brücke wieder Thema wurde. Leider hält man an den Plänen weiterhin fest, in jeder Fahrtrichtung jeweils eine Fahrspur zu streichen, um dafür in der Mitte einen großen Fahrradweg einzurichten. Was für eine Schnapsidee! Ohne bauliche Abtrennung sollen sich die Radfahrer zwischen dem fließenden Verkehr bewegen. Das ist nur was für Hartgesottene. Otto-Normalradfahrer wird weiterhin die Gehwege benutzen. Was der Wegfall von je einer Fahrspur in jeder Richtung zu bedeuten hat, können Sie sich sicherlich denken. Staugefahr! Ein weiterer Schritt, um Autofahrer aus der Stadt zu vergrämen, ist getan.

Wie sollen die Menschen ihre Einkäufe aus der Stadt schaffen? Nicht alles, kann man mit dem Rad transportieren und es gibt zudem auch jede Menge Menschen von Außerhalb, die nach Saarbrücken zum Einkaufen kommen. Was ist mit älteren Menschen und Familien mit Kindern? Sie alle sind oft auf das Auto angewiesen.

Einerseits will man Kunden anlocken, andererseits will man die Innenstadt möglichst autofrei bekommen. Das paßt nicht. Horrende Parkgebühren und Staus locken niemanden in die Stadt. Zum Einkaufen nach Saarbrücken fahren wird immer unattraktiver. Die umliegenden Städte wird es freuen. Da ist man schneller und bequemer. In Saarbrücken heißt es bald: Shoppst Du schon oder stehst Du noch?