Passend zum Fasching habe ich mich heute in der Früh schon verkatert gefühlt. Schuld war aber nicht der Alkohol, sondern die Aussicht auf 4 weitere Jahre GroKo. Martin Schulz wird wohl Außenminister werden. Damit bricht er gleich zwei seiner Versprechen: Keine GroKo zu machen und nicht in eine Regierung Merkel einzutreten. Der Koalitionsvertrag steht und unter der Fülle vager Absichtserklärungen befinden sich jede Menge Punkte, die die SPD und CDU schon in den letzten vier Jahren hätten durchbringen können, sofern sie ihnen wirklich wichtig gewesen wären. Von Steuersenkungen, einem neuen Rentensystem, besserer Infrastruktur, Schuldenabbau, Migrations- und Sicherheitspolitik, den eigentlichen Zukunftsthemen, ist nichts zu hören. Klar ist dagegen, dass noch mehr Geld nach Brüssel zur Finanzierung der EU fließen soll. Am Ende finanziert der deutsche Steuerzahler Macrons Visionen für Europa. Würden sich die Koalitionäre bei den Kommunen nur genauso großzügig erweisen wie bei der Finanzierung der EU, dann gäbe es auch für Saarbrücken einen Weg aus der Schuldenmisere. Doch nach einer Lösung bei den kommunalen Altschulden und der Finanznot der Kommunen sucht man vergeblich. Überhaupt vermisst man ambitionierte Ideen und Gestaltungswillen für die Zukunft. Wo das hinführt, weiß wohl keiner. Bleibt nur noch auf die SPD-Basis zu hoffen, die diese Regierung noch stoppen kann.