Die große Krise der Zukunft ist die Rentenkrise. Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie brachte zu Tage, dass die Angst vor drohender Altersarmut immer mehr Menschen mit Sorge in die Zukunft blicken lässt. Tatsächlich ist die Gefahr, im Alter über nicht genügend Geld zu verfügen, im Regionalverband Saarbrücken besonders hoch.

In der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Renten der Alten von den Jungen gezahlt. Aber es gibt viel zu wenige Kinder in Deutschland. Und viele Einwanderer verdienen mangels ausreichender Berufsqualifikationen zu wenig, um gute Renten finanzieren zu können. Da die Europäische Zentralbank die Zinsen bis fast auf Null gesenkt hat, ist die kapitalgedeckte private Altersvorsorge keine Alternative.

Jetzt muss dringend gehandelt werden, damit in dreißig Jahren nicht die Hälfte der Rentner unterhalb der Armutsgrenze leben muss. Es sollte ein staatlicher Rentensicherungsfonds aufgelegt werden, wie er sich bereits in vielen anderen Ländern bewährt hat. Wenn der Staat spart, statt sich zu verschulden, hat er auch ein Interesse daran, dass es wieder positive Zinsen gibt. Aus den Erträgen des Rentensicherungsfonds wird dann die gesetzliche Rente ergänzt. Damit jeder im Alter eine angemessene Rente bekommt – auch die, die vielleicht jahrelang ihre Berufstätigkeit zugunsten ihrer Familie und ihrer Kinder zurückgestellt haben.