Die Ferien sind vorüber und das neue Schuljahr beginnt mit steigenden Schülerzahlen und neuen Plänen aus dem Kultusministerium. Diesen zufolge soll das Schulfach Arabisch ab dem Schuljahr 2018/19 an ausgewählten Schulstandorten unterrichtet werden. Ist es nicht schwierig genug, den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden und die Schulen so auszustatten, dass sie sich nicht im ständigen Überforderungszustand an der Grenze ihrer Kapazität befinden? Woher sollen die kompetenten Lehrkräfte in so kurzer Zeit kommen? Wahrscheinlich wird man auf Quereinsteiger zurückgreifen müssen, die nicht über eine entsprechende pädagogische Ausbildung verfügen. Ich befürchte zudem, dass die Integration der Flüchtlingskinder durch die arabischen Sprachangebote eher erschwert wird, zumal sie sich auf ausgewählte Standorte konzentrieren sollen und eine parallele Schulhofsprache nicht der Integration dient. Besser wäre es, sich ganz auf den Abbau der Defizite in der deutschen Sprache zu konzentrieren. Generell scheint das Motto der Bildungspolitik „Je mehr, desto besser“ zu sein, gerade wenn es um den Fremdsprachenunterricht geht, denn auch Schülern ohne Migrationshintergrund wird die neue Fremdsprache offenstehen. „Qualität statt Quantität“ sollte vielmehr die Devise lauten, damit die Schüler nach dem Schulabschluss zumindest eine Fremdsprache, vorzugsweise Englisch, fließend beherrschen.