Die Elternbeiträge für einen Krippen- oder Kitaplatz sind in den vergangenen Jahren auf ein Niveau geklettert, das kaum mehr zu vermitteln ist. Dementsprechend groß war die Erwartungshaltung vieler Eltern im Hinblick auf eine Senkung der Kita-Gebühren nach der Wahl. Nun macht sich Enttäuschung breit, denn der Koalitionsvertrag sieht vor, die Elternbeiträge erst ab August 2019 um magere zwei Prozent zu reduzieren. Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 sollen die Eltern dann schließlich von einem Viertel ihrer Beiträge befreit sein. Das bedeutet zunächst einmal Stillstand, denn erst zweieinhalb Jahre nach der Landtagswahl wird überhaupt reagiert, und zwar mit einer Mini-Entlastung für die Eltern. Bis jetzt fehlt auch die Aussage, wie in der Zwischenzeit verfahren werden soll, denn die Elternbeiträge sind bisher an die Höhe der Personalkosten gekoppelt. Bis zum vergangenen Oktober wurden in Saarbrücken einfach jedes Jahr die Kindergartenbeiträge erhöht, wenn die Personalkosten in den Kitas stiegen. So war für das laufende Jahr ursprünglich vorgesehen, dass der Krippenplatz von 368 Euro auf 397 Euro steigen sollte. Eine Erhöhung um rund 8 Prozent. Da sind die geplanten 2 Prozent Entlastung ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein. So ist bedauerlicherweise kein entscheidender Durchbruch bei den Kinderbetreuungskosten in Sicht und es bleibt vielmehr alles beim Alten.