Digitale Lernmedien

Immer mal wieder wird der Ruf nach digitalen Lernmedien in den Schulen laut. Ich halte es auch grundsätzlich für sinnvoll, sich näher damit zu beschäftigen, denn ihr Einsatz klingt auf den ersten Blick verlockend. Die Klassenzimmer mit Whiteboards ausgestattet, die Tafelbilder speichern und diese einfach, ohne Abschreiben, für die Schüler vervielfältigen; Tablets, auf denen sämtliche Lernmaterialien gespeichert sind, dadurch kein Vergessen der Bücher und keine schweren Schulrucksäcke mehr. Viel Papier und Zeit ließe sich damit sparen. Trotzdem haben viele Eltern und Lehrer aufgrund der Omnipräsenz von digitalen Medien in der Freizeit der Kinder Vorbehalte gegen den konstanten Einsatz von Computern und Tablets im Unterricht. Ich gestehe, ich gehöre auch zu jenen Eltern. Für mich macht neue Technik nur dann Sinn, wenn sie für den einzelnen Schüler gewinnbringend ist und so zu einer Verbesserung der Lernkultur führt. Außerdem muss sichergestellt sein, dass alte Lerntechniken, wie z.B. das Schreiben bzw. das auch von mir als Schülerin gehasste Abschreiben, nicht an den Rand gedrängt werden. Manch einer geht sogar so weit, die Handschrift als Kulturgut in Gefahr zu sehen. Ein Anstieg der Grundschulkinder mit mangelnder Schreibmotorik ist bereits festzustellen. Für mich ist klar, es fehlt noch an einem vernünftigen pädagogischen Konzept zum Einsatz digitaler Lerntechniken.