Rien ne va plus – Nichts geht mehr, heißt es beim Roulette, wenn nicht mehr gesetzt werden darf. Fast so heißt es bald für viele Glücksspielhallen im ganzen Saarland. Normalerweise bin ich für freien Wettbewerb. Jeder soll sein Geld verdienen und auch verspielen wie er will. Bei Glückspielhallen sehe ich das anders. Glücksspiel kann zur Sucht werden. Ganze Familien leiden manchmal unter der Glücksspielsucht ihrer Eltern. Nicht selten versuchen auch Kinder schon ihr Glück an den bunt blinkenden Automaten. Zu verlockend ist die Aussicht, jede Menge Geld zu gewinnen. Grundsätzlich gilt dort aber, dass die „Bank“, also der Betreiber, immer gewinnt.
Ich habe mich immer gefragt, woher das ganze Geld kommt, was da verzockt wird. Da kommt Gehalt, Taschengeld, Harz IV, also legal erworbenes Geld in Frage. Aber auch illegal erworbenes Geld kommt in Frage. Leichter kann man Geld nicht waschen, als in einer Spielhalle. Die Möglichkeit reicht mir schon, um das ganze Thema sehr kritisch zu sehen.
Überall findet man in Saarbrücken diese Betriebe. In manchen Straßen reihen sich sogar 3 oder 4 aneinander. Das ist zu viel. Deshalb freue ich mich, dass die Konzessionen neu vergeben werden und mit Sicherheit zukünftig weniger Spielhallen in Saarbrücken Spieler und Spielsüchtige anlocken werden.
Insofern bin ich wirklich sehr froh, wenn es zukünftig immer öfter heißt: Rien ne va plus!