Der Begriff des Sperrbezirks ist spätestens seit dem 80er Jahre-Hit der Spider Murphy Gang über „Rosi“ und den „Skandal im Sperrbezirk“ allgemein bekannt. Seit 2014 gilt ganz Saarbrücken als Sperrbezirk. Lediglich drei Straßenabschnitte sind davon ausgenommen, wo Prostitution nachts erlaubt ist. Eine dieser Stellen befindet sich im Deutschmühlental. Seitdem der Straßenstrich im angrenzenden Wohngebiet angekommen ist, fühlen sich Bürger von der Prostitution und ihren Begleiterscheinungen erheblich gestört. So verursachen Prostituierte und Freier vom Straßenstrich Nacht für Nacht jede Menge Müll. Anwohner beschweren sich über die widerlichen Hinterlassenschaften, wie Taschentücher und gebrauchte Kondome, auf dem Weg zu ihren Häusern. Auch Lärmbelästigungen z.B. durch das An- und Abfahren der Freier schränken die Lebensqualität erheblich ein. Nachts allein mit dem Fahrrad unterwegs zu sein oder der Nachhauseweg von der Bushaltestelle lassen in der ohnehin schon dunklen Straße schnell ein Gefühl der Unsicherheit aufkommen. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass sich die Bewohner des Deutschmühlentals nicht mehr wohl fühlen. An dieser Stelle muss dringend nachgebessert und nach einem Alternativstandort Ausschau gehalten werden, der sich nicht in der Nähe von Wohngebieten befindet. Es ist ja nicht so, dass das Laster in unserer schönen Stadt überhaupt keine Chance hat.