Die Tage las ich von 5 Milliarden Euro, die über 5 Jahre verteilt zur Verfügung stünden, um die Schulen mit Computern und schnellem Internet zu versorgen. Solche Summen stehen sonst nur für Flüchtlingskrisen und den Kampf gegen rechts zur Verfügung. Es muss also eine wichtige Angelegenheit sein, die man da verfolgt. Ja, es ist wichtig, schon früh Kinder mit moderner Technik vertraut zu machen, umgibt sie uns doch tagtäglich.

Waren Sie in den letzten Jahren mal in einer Schule? Seit dem Abitur habe ich das gerne vermieden, ich war in den letzten Jahren doch noch in einigen Schulen zu Besuch.

Streckenweise marode und heruntergekommen sind die Schulen. Aufgewertet nur durch die private Initiative von Lehrern und Eltern. Wer unterrichtet schon gerne in einer Bruchbude oder schickt seine Kinder zum Lernen dahin?

Es gibt bestimmt Ausnahmen. Der Großteil der Schulen dümpelt jedoch auf dem Niveau der 70er Jahren rum. Warum richtet man nicht erst einmal die Schulen her, kümmert sich um Deutschkurse für die Flüchtlingskinder und verbessert damit ihre Integrationschancen? Es ist wie überall im Land, die Infrastruktur wird vernachlässigt und Leuchtturmprojekte werden vorangetrieben.

Wir sollten uns darauf konzentrieren, den Kindern in der Schule Lesen, Schreiben, Rechnen und richtige Werte zu vermitteln. Der Rest ist Beiwerk. In einer maroden Umgebung lernt sich einfach nicht gut.