Terror kennt keine Grenzen

Ich bin immer noch fassungslos über das, was in Nizza am Nationalfeiertag passiert ist. Ein einzelner Täter rast mit einem LKW in die Menschenmenge und feuert noch dazu auf die Menschen. Bisher 84 Tote! Wir müssen uns offenbar daran gewöhnen, dass Europa in Zukunft immer öfter Ziel von Anschlägen sein wird. Die Anschläge der Vergangenheit werden keine Einzelfälle bleiben. Es wurde ja oft genug angekündigt, Europa zum Ziel zu machen. Irgendwann trifft es auch Deutschland.

Vor diesem Hintergrund ist mir das immer weitere Ausdünnen der Polizei völlig unverständlich. Dienststellen werden geschlossen, einige nur noch tagsüber besetzt, der mittlere Dienst wird quasi abgeschafft und man setzt auf „Hilfspolizisten“, die maximal mit einer Dose Pfefferspray bewaffnet sind und eine Schnellausbildung erhalten haben. Da lacht doch jeder Terrorist mit einer Kalaschnikow und Nagelbombe. Andere Kriminelle lachen übrigens schon lange.

Was bleibt, sind überlastete Polizisten, die dazu noch Prügelknabe der Nation sind. Polizisten sind keine Respektspersonen mehr. Die Bürger merken das und „rüsten selbst auf“.

Auch im Saarland wird die Polizei zunehmend nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten „gemanagt“. Das kann es nicht sein. Sicherheit ist ein hohes Gut und kostet Geld. Das sollten wir in jedem Fall haben und nicht am falschen Ende sparen. Das ist eine fatale Entwicklung.