Ein Hilferuf verzweifelter Lehrer der Gemeinschaftsschule Bruchwiese, deren Alltag durch Gewalt, Drogen, gröbste Beleidigungen und die Angst vor einigen Schülern geprägt ist, brachte Saarbrücken bundesweit in die Schlagzeilen. Dort scheint vernünftiger Unterricht kaum mehr möglich. Auf der Strecke bleiben ausgerechnet die lernbereiten Schüler. Dabei ist die Bruchwiese leider kein Einzelfall. In den Schulen sammeln sich alle Probleme unserer Gesellschaft. Dass sich hier langsam eine soziale Katastrophe anbahnt, dringt nun nach außen. Denn die Schulen neigen dazu, ihre Probleme intern zu lösen, damit ihr Ruf nicht noch schlimmer wird. Dabei ist der Weg an die Öffentlichkeit so mutig wie richtig. Man löst keine Probleme, indem man sie totschweigt, sondern im Gegenteil, so werden sie immer größer. Nun geht Wegschauen nicht mehr, die Hotspots gescheiterter Bildungspolitik müssen aktiv angegangen werden. Sozialarbeiter, Psychologen und Wachschutz müssen her, um die Probleme möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Außerdem muss Gewalt durch Schüler im Interesse aller konsequent mit Verweisen und Unterrichtsauschlüssen begegnet werden, genauso wie es Einrichtungen geben muss, die sich mit der entsprechenden Intensität um gewaltbereite Schüler kümmern. Diese Lösung ist nicht schön, aber besser als einem möglichen Abrutschen in die Kriminalität tatenlos zuzuschauen.