Die Spedition Schenker plant, mit ihrer Geschäftsstelle von Güdingen nach Ensheim umzuziehen. Gegenüber dem Flughafen will das Unternehmen einen LKW-Umschlagplatz für den südwesteuropäischen Raum bauen. Auf einer Gesamtfläche von etwa zehn Fußballfeldern sollen Stellplätze für 130 LKW und mehrere 20 Meter hohe Hallen entstehen. Leider fehlt der Gewerbefläche nördlich des Flughafens aber die notwendige optimale Verkehrsanbindung an die Autobahn und so wird der Lärm an- und abfahrender LKW auf Kosten der Menschen gehen, die entlang der L108 leben. Die Anwohner beklagen mehr Verkehrslärm, Feinstaubbelastung und Staus, weil sie befürchten, dass die zusätzlichen 200 LKW-Fahrten pro Tag Heringsmühle und Flughafenstraße völlig überlasten werden. Da es sich um eine der wenigen unbebauten Gewerbeflächen unserer Stadt handelt und diese Entscheidung nicht revidierbar ist, muss man dies umso sorgfältiger abwägen.
Natürlich brauchen wir solche Logistikzentren und ihre Arbeitsplätze, die Frage ist aber, wo und unter welchen Bedingungen? Logistikbetriebe mit ihrem Fuhrpark verursachen viel Verkehr und in dessen Folge auch häufig hohe Investitionskosten in die Verkehrsinfrastruktur. Am besten man siedelt sie dort an, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist: Direkt an der Autobahn, einem Güterbahnhof oder einem Frachtflughafen. Nichts davon kann das Gebiet am Flughafen vorweisen.