Vergangene Woche wurde die Kriminalstatistik für das Jahr 2017 präsentiert. Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der erfassten Straftaten 2017 saarlandweit gesunken ist. Auf der anderen Seite ist allerdings ein Zuwachs bei Straftaten gegen das Leben (+28,6%) und gegen die sexuelle Selbstbestimmung (+30%) sowie Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (+0,5%) zu verzeichnen. Das Risiko, im Saarland Opfer einer Straftat zu werden, ist im Regionalverband Saarbrücken am höchsten, denn hier wurden mit 43,7% bzw. 30.987 die meisten Straftaten begangen. Ein hohes Niveau, aufgrund dessen das Thema Sicherheit ganz oben auf der Agenda der Bürger steht. Es ist die gefühlte Bedrohung der eigenen Sicherheit durch Kriminalität, die die Menschen umtreibt. In der Tat fühlen sich viele Saarbrücker in den Abendstunden beim Gang durch die Innenstadt unwohl, vielleicht sogar unsicher. So hat z.B. der Bereich um die Johanneskirche ein Problem mit der Alkohol- und Drogenszene. Wer kann, meidet allein aus Sorge angepöbelt zu werden diesen Ort. Um dem schlechten Sicherheitsgefühl entgegenzuwirken und die Bildung von Angsträumen zu verhindern, wird man die Polizei in Saarbrücken schnellstens verstärken müssen. Schließlich wollen sich die Menschen in der Innenstadt, in Grünanlagen und auf den Straßen sicher fühlen. Dies zu gewährleisten, ist eine der Kernaufgaben des Staates.