Smartphones und Tablets sind aus dem Leben vieler Schüler nicht mehr wegzudenken. Dagegen herrscht, was die IT-Ausstattung betrifft, an den Schulen noch tiefste Kreidezeit. Mit Smartphones zu hantieren, bevor Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen erworben sind, halte ich für falsch und guter Unterricht kann auch nicht am möglichst intensiven Einsatz digitaler Medien gemessen werden. Auf der anderen Seite soll die Schule unsere Kinder fit fürs Leben machen. In Beruf und Alltag kommt man schon heute ohne Computer und Internet nicht mehr zurecht. Darum ist es wichtig, die Schulen schnellstens technisch so auszustatten, dass sie sich dieser Herausforderung stellen können. Schnelles Internet und flächendeckendes, stabiles WLAN müssen zum Standard werden. Schließlich darf das Schulnetz nicht in die Knie gehen, wenn morgens um 8.00 Uhr einmal drei Klassen gleichzeitig online sind. Außerdem sollte durch digitale interaktive Tafeln in den Klassenzimmern Kreidezeit und Tafeldienst endlich beendet werden.

Längst ist es überfällig, die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben, denn im internationalen Vergleich hinkt Deutschland weit hinterher. Wenn wir den digitalen Wandel nicht verschlafen wollen, müssen wir viel Geld in die Hand nehmen. Die 60 Millionen vom Bund, die das Saarland ab 2018 für die digitale Bildung erhalten soll, sind viel zu wenig und kommen viel zu spät.