Und wieder hat es einen Terroranschlag in Europa gegeben, den der sogenannte „Islamische Staat“ für sich reklamiert. Über 10 Menschen sind gestorben, über 50 verletzt worden. Wie ein gut geöltes Uhrwerk wird nun von Seiten der Politik und der Medien reflexhaft immer die gleiche Checkliste abgearbeitet: Man ist betroffen, trauert mit den Opfern und Angehörigen, beteuert, der Anschlag habe nichts mit dem Islam zu tun. Weiter warnt man vor der Instrumentalisierung durch Rechte, fordert sofort die Verschärfung des Waffenrechts, fordert größere Anstrengungen bei der Integration von Migranten, um nur nach knapp einer Woche wieder zur Tagesordnung überzugehen. Zum Glück ist Deutschland dieses Mal verschont geblieben, aber es kann jederzeit auch uns treffen.

Ich überspitze es bewusst, aber gefühlt läuft es immer so ab. Das Problem ist, dass es die Politik nicht versteht, das erheblich gestörte Sicherheitsempfinden der Menschen wieder zu beruhigen.

Im Kampf gegen Falschparker, Umweltsünder und Steuerhinterzieher sind wir spitze. Jedoch sind wir nicht in der Lage, Asylsuchende von Gefährdern zu trennen. Wir lassen es zu, dass Extremisten in Deutschland einen sicheren Rückzugsort finden, um Anschläge hier und im Ausland zu planen.

Man sollte endlich die Dinge beim Namen nennen, ohne gleich als Rechter verunglimpft zu werden. Ob wir das hinbekommen?