Mehr Geld für das Schulobstprogramm

Das Umweltministerium kommt der steigenden Nachfrage nach dem Schulobstprogramm der EU entgegen, indem es die Lieferungen an die Schulen und Kitas reduziert. Seit Februar sind die Kinder an den teilnehmenden Schulen und Kitas nur noch einmal pro Woche mit je 100 Gramm kostenlosem Obst versorgt worden. Anfang des Schuljahres konnten sie sich noch über drei wöchentliche Lieferungen freuen. Ein Rückschritt für die Erziehung zu gesunden Essgewohnheiten. Diesen können auch die Eltern nicht einfach auffangen, denn bei der Obstmahlzeit in Schule und Kita spielt das gemeinschaftliche Essen eine wesentliche Rolle. Kinder sind dann eher bereit, etwas Gesundes zu essen oder auch neue Dinge zu probieren. Gerade im Kindesalter sind Vitamine und Mineralien für den Organismus extrem wichtig. Zusätzlich ist eine gesunde Ernährungsweise ein wesentlicher Faktor bei der Prävention von Übergewicht. Da scheint eine Investition in die Ernährungsbildung gut angelegt. Wir sprechen hier schließlich nicht über Unsummen, sondern über zusätzliche 200 Gramm Obst pro Kind: Das bringt etwa ein Apfel auf die Waage! Für mich ist das Zurückfahren des Schulobstprogrammes ein Armutszeugnis. Die erforderlichen Mittel sollten sofort aufgestockt werden, um den Erfolg des Programmes fortzusetzen. Investitionen in Gesundheit und Bildung unserer Kinder müssen bei der Verteilung von Geldern Priorität haben.