Vergangene Woche erlebte Saarbrücken wieder ein Verkehrschaos epischen Ausmaßes. Den Anfang machten zwei Fahrzeuge, die pünktlich zur morgendlichen Rushhour in Brand gerieten. Gegen Mittag kam es dann wieder einmal zu einer Vollsperrung der Fechinger Talbrücke, nicht wegen Einsturzgefahr, sondern weil ein Lebensmüder drohte, in die Tiefe zu springen. In der Folge wurde diese Achse aus Saarbrücken raus voll gesperrt. Überall staute es sich. Wohl dem, der es nicht weit hatte und ein Fahrrad bei dem schönen Wetter herausholen konnte.
Auf sehr drastische Art und Weise wurde uns klar gemacht, dass der Verkehr in Saarbrücken immer kurz vor dem Kollaps steht. Ein Unfall oder ein Lebensmüder reichen, um alles zum Erliegen zu bringen. Das Problem liegt in Saarbrücken als Oberzentrum, wie die Stadtplaner es nennen. Saarbrücken hat 80-90% Einpendler, die zum Arbeiten in die Stadt fahren. Je mehr Gewerbe und Industrie in Saarbrücken-Stadt angesiedelt wird, desto größer werden die Verkehrsprobleme. Die Händler freut der Umsatz, die Stadtverwaltung freut sich über Steuereinnahmen und der Bürger stöhnt über den Verkehr. Ob der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt wirklich weiterhilft, wage ich momentan zu bezweifeln. Zuviel Wunschdenken ist drin.
Spätestens wenn Möbel Martin sein gigantisches Projekt am Osthafen verwirklicht hat, kommt das nächste Verkehrschaos. Wetten?!