Saarbrücken ist eine wachsende Stadt. Immer mehr Menschen wollen in unserer Stadt leben. Kurze Wege zum Arzt oder zur Verwaltung, sich mal schnell mit Freunden auf einen Kaffee verabreden oder spontan ins Theater oder Kino zu gehen, sind die Vorzüge, die das Stadtleben mit sich bringt. Wachstum bedeutet aber auch, dass der bestehende Wohnraum knapp wird und der Bau neuer Gebäude, Straßen und Parkplätze anvisiert wird. Eine übermäßige Bebauung der Stadt frisst nach und nach immer mehr Grünflächen auf. Die Folgen der Versiegelung von bisher unberührten Grünflächen auf Tiere und Klima bereiten vielen Menschen Sorgen und viele befürchten eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität. Denn neue Wohnquartiere bedeuten nicht nur mehr Menschen, sondern auch mehr Autos und dies häufig mit gravierenden Folgen für den innerstädtischen Verkehr. Dreh- und Angelpunkt ist die Frage, wie viel Zuwachs verträgt ein Stadtteil, ohne dass zu viel Natur zerstört wird oder ein Verkehrschaos vorprogrammiert ist. Dabei gilt es, die Bedenken der alteingesessenen Bewohner ernst zu nehmen. Staus, fehlende Parkplätze, Verkehrslärm und Luftverschmutzung nerven einfach und sind schließlich Stressfaktoren, die die Lebensqualität beeinträchtigen. Der schnell ansteigende Wohnungsbedarf in Saarbrücken darf nicht dazu herhalten, um jegliche kritische Diskussion über Neubaugebiete bereits im Keim zu ersticken.