„Wie lukrativ sind nun die Blitzer?“ Diese Frage stellte die SZ in den letzten Tagen. Ich muss zugeben, diese Frage stelle ich mir auch und wahrscheinlich jeder, der sich mit dem Thema Blitzer beschäftigt.

Im Stadtrat war ich dagegen, als die neuen Blitzer diskutiert wurden und hatte dies auch begründet. Blitzer sind nicht gerade effizient, denn sie verhindern das Rasen auf nur einem kleinen Stück. Davor und dahinter wird das Gaspedal wie gewohnt durchgedrückt. Wer es nicht glaubt, soll sich einfach mal in die Metzer Straße stellen und sich das Schauspiel einfach mal ansehen. Die Leute sind ja nicht dumm. Es wird oftmals kräftig Gas gegeben. Jetzt frage ich mich, ob das im Sinne des Erfinders war. Was bringt es, wenn nur punktuell abgebremst wird und dann wieder schnell gefahren wird?

Leider bringt es in Bezug auf den eigentlichen Zweck nicht viel. Auf der anderen Seite brachten die Blitzer in 6 Wochen fast 319.000€ ein. Das ist eine stolze Summe. Und wenn ich an die überschuldete Stadt denke, frage ich mich, wie lange es wohl noch dauert, bis die ganze Stadt mit Blitzern zugepflastert ist. Schnell wurde auf Nachfrage beteuert, dass das nur in den ersten Wochen so sei. Erfahrungsgemäß würden die Zahlen nach einiger Zeit um bis zu 90% einbrechen. Hochgerechnet auf 1 Jahr kommt auch bei sinkenden Zahlen immer noch ein schönes Sümmchen raus. Ein Schelm, wer Böses denkt.