Ausstieg mit Ansage

Nun ist also das Ungeheuerliche passiert. In einem EU-Land wurde das Volk zum Verbleib in der EU befragt und hat sich gegen den Verbleib entschieden. Damit geht einer der größten Nettozahler der EU. Ich bin sicher, Deutschland springt bereitwillig ein.

In vielen Ländern der EU ist der Wähler zunehmend lästig geworden und wird eigentlich nur bei Wahlen zu den Parlamenten gebraucht. Zu mehr nicht. Wo kämen wir denn hin, wenn die Politik das täte, was das Volk will?! Wo das hinführt, hat Großbritannien gerade gezeigt.

Demokratie kann weh tun, zumindest den Klüngelrunden in den Straßburger und Brüsseler Hinterzimmern, in denen geschoben und geschachert wird und der Super-Staat Europa ohne Rücksicht auf Verluste und die Ängste der Menschen vorangetrieben wird.

Wenn die Verträge, die diese EU zusammenhalten sollen, nach Belieben gebrochen werden können, dann gibt es gute Gründe, sich aus dieser Umverteilungs-Gemeinschaft zu verabschieden wie die Briten. Das einzige, was in einer solchen Union sicher ist, ist dass Verträge gebrochen werden, wenn es opportun erscheint. Die EU muss dringend grundlegend reformiert werden. In jedem Fall müssen die EU-Verträge wieder eingehalten werden. Das ist das Mindeste, was man erwarten kann. Es ist ein Armutszeugnis, so etwas fordern zu müssen.

Ich hoffe, der Schuss wird in den Hinterzimmern gehört. Aber ich befürchte, eher nicht.