Es scheint so, als wolle es in Saarbrücken einfach nicht gelingen, ein größeres Bauprojekt auch nur annähernd im finanziellen Rahmen zu halten. So wird auch die Sanierung der Wilhelm-Heinrich-Brücke nach derzeitigem Stand 2,9 Millionen Euro teurer als geplant werden. Bei der Kostenplanung im letzten Jahr ist man noch von 5,64 Millionen Gesamtkosten ausgegangen. Bereits damals hat die LKR-Fraktion diese Maßnahme wegen der Reduzierung der Fahrbahn von 8 auf 6 Spuren abgelehnt und eine negative Beeinträchtigung des Verkehrsflusses befürchtet. Auch der geplante „großzügige“ Radweg mitten über die Brücke, zwischen stark befahrenen Autospuren, ist nicht überzeugend. Als die weitaus sicherere Lösung erscheinen Radwege an den Rändern der Brücke. Die gewaltige Kostenexplosion wäre an sich eine gute Gelegenheit gewesen, das Projekt noch einmal zu überdenken und gerade auch im Hinblick auf die Kosten zu modifizieren. Vielleicht hätte man sich besser auf die reine Sanierung der Brücke beschränken sollen. Die Wilhelm-Heinrich-Brücke ist schließlich eine der am stärksten frequentierten Verkehrsverbindungen der Stadt und jede Baumaßnahme kann Verkehrschaos bedeuten und der geplante Rückbau beeinträchtigt den Individualverkehr. Eine gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums muss gewährleistet sein, das ist wichtig für den Handel in der Stadt und ein Stück Lebensqualität für die Bürger.