Voller Stolz und Vorfreude sind sie in einen neuen Lebensabschnitt gestartet, die ABC-Schützen, die am Montag ihren ersten Schultag hatten. Ein ganz wichtiges Lebensereignis für die Kinder und die Eltern, die an diesem Tag einen Teil der Erziehungsverantwortung an die Schule abgeben und daher meist nicht weniger aufgeregt sind.

Lehrerinnen und Lehrer stehen beim Einstieg in den Schulalltag helfend zur Seite. Dabei wird den Pädagogen viel Kraft und Zeit abverlangt. In der ersten Klasse ist der Leistungsstand so unterschiedlich wie die Schülerinnen und Schüler selbst und es gibt immer mehr Kinder mit speziellem Förderbedarf wie zum Beispiel Schüler mit Sprachschwierigkeiten oder Hochbegabte. Ein Diktat oder eine Mathearbeit für die gesamte Klasse zu schreiben, war früher einmal. Heute sind unterschiedliche Klassenarbeiten je nach individuellem Leistungsvermögen der Kinder vorzubereiten und zu korrigieren. Die Arbeitsbelastung der Lehrer ist dadurch enorm gestiegen.

Eine Saarbrücker Grundschulrektorin hat kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass an ihrer Schule derzeit Zeit und Ruhe fehlen, um auf die unkomplizierten Schüler einzugehen und sie zu fördern. Ein Alarmsignal, das nicht zur Regel werden darf, denn jede Schülerin und jeder Schüler verdient es, im rechten Maß motiviert und gefördert zu werden. Dann werden dem ersten Schultag noch viele schöne Tage folgen.